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Aktuelle Berichte

Betrachtung zur Januarmitteltemperatur in Augsburg von 1879 – 2017 ( 138 Jahre )

 

Die Grafik zeigt ein chaotisches Auf und Ab der jährlichen Mittelwerte der Januartemperaturen gemessen im Klostergarten der Abtei St. Stephan in Augsburg.

 

Vorab ist dazu bemerkenswert, dass:

  1. Der Messort seit 1879 nicht verändert oder verlegt wurde und die Gartenfläche immerhin ein Hektar beträgt, also für die Augsburger Innenstadt durchaus repräsentativ ist.
  2. Die Mitteltemperatur jeweils aus der Halbierung der Summe der mittleren

Höchsttemperatur und der mittleren Tiefsttemperatur bestimmt wurde. Dadurch ergaben sich keine unterschiedlichen Berechnungsmethoden der täglichen Temperaturmittelung während der ganzen Zeit.

  1. Die Messungen erfolgten immer täglich mit Glasthermometern  Maximum – Quecksilber- und Minimum – Alkoholthermometer in einer amtlichen sog. englischen Wetterhütte aus Holz.

Dadurch ist eine echte Kontinuinität der Messungen gewährleistet.

Diese Messungen sind in sich auf die gesamte Beobachtungsdauer von 138 Jahren unter gleichen örtlichen wie technischen Voraussetzungen erfolgt, was man leider von nur wenigen Beobachtungsstellen sagen kann.

Wie man aus der Grafik ersehen kann, gibt es z.T. erhebliche jährliche Schwankungen, deren Abweichungen vom 138-jährigen Mittelwert von minus 1,0 Grad rot als positive und blau als negative Abweichung dargestellt ist. Sicher überwiegen seit Ende der 80er Jahre die positiven Abweichungen, bei deren Deutung aber kein Zusammenhang mit der kontinuierlichen Zunahme des CO 2 Gehaltes der Luft erkennbar ist.

Da die Natur, und wie man sehen kann, auch die Temperatur ständig Schwankungen unterworfen ist, sollte man mit deren Projektionen in die Zukunft sehr vorsichtig sein. Die Komplexität der Natur lässt sich auch hier leider nicht mit Modellen befriedigend vorhersagen.

So war der Januar 2017 mit einem Mittelwert von Minus 6,1 Grad der siebtkälteste Januar seit 1879 und ist es wert, über o.g. Absatz nachzudenken.

Abschließend darf man nicht vergessen der Patres der Abtei St. Stephan von Herzen zu danken, dass sie täglich die Messungen bis heute durchgeführt haben.

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Starkregenbetrachtung

Angesichts von häufigeren Starkregenereignissen und damit verbundenen örtlichen Unwetterschäden in diesem Jahr 2016 lohnt es sich die statistische Entwicklung von sogenannten Starkregentagen in Augsburg mit einer Niederschlagsspende von über 30 Liter pro Quadratmeter pro Tag seit 1947 näher zu betrachten.
Wie die Grafik 1 dazu zeigt kann man keine Tendenz zu einem zunehmend häufigeren Auftreten erkennen. Die 5-jährig geglättete blaue Linie zeigt nur ein stetes Auf und Ab.
Auch bei den Niederschlagstagen mit mehr als 10 Liter pro Quadratmeter (Landregentage) ergibt sich siehe Grafik 2 ein ähnliches Bild.
Darüber sollte man mehr nachdenken, denn unser Klima wandelt sich nicht sondern pendelt ständig. Unwetter und Starkregen hat es schon immer gegeben und werden auch uns in Zukunft nicht erspart bleiben.

Regentage 10 mm Augsburg

Grafik 1

Regentage 30 mm Augsburg

Grafik 2

 

Erstes Auftreten eines Zitronenfalters im Frühling

Eine etwas andere Betrachtung des Frühlingsbeginns in der Natur ist das erste Auftreten des Zitronenfalters, das seit 1987 an der Kobel-Wetterstation beobachtet wird. Auch diese Grafik zeigt eine chaotische Pendelung des Termins vom 21. Februar bis 22. April bei einen mittleren Auftreten am 21. März. Wie man unschwer erkennen kann hat die belebte Natur in den  vergangenen 28 Jahren dabei eine „Bandbreite“ von beachtlichen zwei Monaten.

Bemerkungen zu den nachfolgenden Grafiken

Sie zeigen einige Wetterparameter, die das WINTER-Klima von Augsburg der Jahre 1947 bis 2014 bildlich näher bringen.

Dazu wurden die täglichen Messungen der Monate Dezember bis Februar der Wetterwarte Augsburg des Deutschen Wetterdienstes ausgewertet.

Man muss dabei aber auch wissen und berücksichtigen, dass die Wetterwarte von November 1946 bis April 1979 auf dem Gelände der NCR-Werke in Augsburg-Kriegshaber situiert war, ab Mai 1979 auf den Flugplatz Augsburg – Mühlhausen umgezogen ist und ab 17. März 1998 das Messfeld vom Flughafengebäude etwa 1000 Meter nach Osten aufs freie Feld verlegt wurde.

Bei Vergleichen der Messwerte mit denen , die im Garten der Abtei St. Stephan in Augsburg gemessen wurden sind sowohl bei der Temperatur als auch bei der Niederschlagsmenge Unterschiede festgestellt worden, die erst noch näher untersucht werden müssen. Man kann aber heute schon bemerken, dass sowohl die Temperaturen als auch die Niederschlagsspende am Flugplatz niedriger sind als in Kriegshaber.

Grafik 1 zeigt die jeweilige mittlere Wintertemperatur von 1947 bis 2014 sowie darunter die jeweils absolut tiefsten Temperaturen dieser Jahre.

Grafik 2 zeigt die jährlichen Winterkältesummen die aus der Summe aller negativen Tagesmitteltemperaturen ermittelt wurden.

Grafik 3 zeigt die jährliche Winterneuschneesumme ermittelt aus allen täglichen Neuschneezuwächsen.

Grafik 4 zeigt die jährlichen Niederschlagssummen der Wintermonate

Grafik 5 zeigt die jährlichen Summen der Sonnenscheindauer in Stunden und

Grafik 6 enthält den Höchstwert einer Schneedecke der Weihnachtstage vom 24. bis 26. Dezember, sofern es „weiße“ Weihnachten gab. Wie ersichtlich wurden in Augsburg nur in 28 von 68 Jahren entsprechend 41 Prozent eine Schneedecke an Weihnachten beobachtet.

Die Grafiken zeigen sehr eindrucksvoll die chaotischen natürlichen Pendelungen der Wetterfaktoren.

Grafik 1

Grafik 2

Grafik 3

Grafik 4

Grafik 5

Grafik 6

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